Archive | Februar 2015

Emily’s Quilt

Wie heißt es so schön? Was ewig währt, wird endlich gut? Na jedenfalls hatte ich mir Anfang 2014 überlegt, ich nähe einen Quilt für Emily.
Emily ist die Tochter eines Freundes, bei der im Alter von 1,5 Jahren ein Hirntumor festgestellt wurde. Näher möchte ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen. Nur soviel – Emmi geht es gut.

Und nun zurück zum Quilt. Als ich damit angefangen habe, war ich wirklich noch blutiger Anfänger. Ich schnitt einfach Stoffstücken zurecht, nähte sie nach bestem Wissen zusammen … legte alles wieder beiseite, weil ich irgendwie nicht weiterkam. Aber umso mehr ich mich mit Patchwork oder Quilten beschäftigte, umso öfter kamen dann die Aha-Effekte und ich konnte wieder ein bißchen an dem Quilt arbeiten.

Am Schwierigsten war für mich das sogenannte Binding – die Umrandung. Ich hatte zwar schonmal eins bei dem ersten Quilt gemacht, aber wirklich zufrieden war ich damit nicht. Es waren doch tatsächlich ein paar Tischsets und Tischdecken nötig, um den richtigen Dreh rauszubekommen. Ganz wichtig war mir dabei ein nahtloser Übergang, wo das Binding zusammengefügt wird. Ich habe die für mich passende Technik gefunden, nur sollte ich nicht allzu lange warten mit dem nächsten Quilt – sonst vergesse ich das wieder. ;-) Jedenfalls war ich überglücklich, als ich den letzen Handstich getan hatte… ca 5 Meter Binding mit der Hand anzunähen hat einige Abende gedauert.
Letztens war es dann soweit und ich konnte Emmi den Quilt überreichen. Sie hat sich sehr gefreut und sich auch direkt darin eingekuschelt. Die Rückseite hatte ich ja extra deswegen mit Kuschelfleece versehen. ;-)

So, und hier ist nun das gute Stück!
Liebe Grüße,
Katrin

Windeltaschen – für Linkshänder?

Letztens wurde ich gebeten zwei Windeltaschen zu nähen – beides für Buben. Ich durchforstete meinen Stoffvorrat und wurde auch direkt fündig. Ich stelle aber immer wieder fest, dass ich eher Stoffe für Mädels hab. Nur interessanterweise kommen grad nur Jungs zur Welt. ;-)
Als ich so vor mich hinnähe, krieg ich überhaupt nicht mit, dass ich bei der einen Tasche den Verschluss falsch herum annähe. Vom Muster her wär es kaum aufgefallen, wenn ich nicht mein Label mit angenäht hätte. Die ganze Zeit hab ich überlegt, wie das passieren konnte. Ob es vielleicht daran liegt, dass ich Linkshänder bin und umerzogen wurde? Für’s nächste Mal fertige ich mir am besten eine Skizze an, wo ich mir genau vermerke, wo das Label und wo der Verschluss hinkommt.
Viele Grüße,
Katrin

Tischset Maritim

Ich weiß nicht mehr genau, wann das war, aber vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich auch Tischläufer nähen würde. Na klar. Wie groß soll er denn sein? So 50 x 150 cm? Passend dazu zb 2 Tischsets? Ok, und Leuchttürme als Motiv. Kurz recherchiert, den passenden Stoff gefunden – aber es hätte noch Zeit.
Sonntag, den 18.01. sitz ich gemütlich mit Freunden beim Brunch, da bekomm ich die Anfrage, wie schnell ich die drei Sachen fertig bekommen könnte. Hm, bis wann wird es denn gebraucht? Ah, bis Ende der Woche. Oo … das wird eng. Ich hab dann mal schnell überschlagen, wieviel Zeit ich hätte … ach, doch so viel … sage und schreibe 2 Abende!!! Somit bin ich nach dem Brunch direkt heim, Stoff zurecht schneiden, bügeln, Schrägband herstellen usw. Und dann geht mir das Vlies aus. Ich geb also dem Auftraggeber bescheid, dass ich zwar die Tischsets, aber nicht den Tischläufer rechtzeitig fertig bekomme. Montag Morgen kommt die Anfrage, was genau ich denn bräuchte, er könne mir das mitbringen. Somit rechtzeitig zum 2. freien Abend kam der Nachschub und ich konnte bis tief in die Nacht weiter werkeln. Die Größe des Läufers war echt eine Herausforderung. Ich hatte mir überlegt, die Ziernähte im Chevronmuster zu nähen. Hat aber doch ganz gut geklappt. Und als alles fertig war, war ich zwar ziemlich knülle, aber auch glücklich, dass ich es geschafft habe.
Und ich bekam ein ganz dolles Dankeschön. Freu mich immer noch darüber.
Tschüß, bis zum nächsten Mal,
Katrin